Getabout.me!

Infografiken gehören inzwischen zur Social-Media-Landschaft wie das Salz in die Suppe.
Umso schöner, wenn man sich selbst zum Inhalt von solchen Infografiken machen kann. Das Tool getabout.me macht genau das.
Reports als interaktive und grafisch ansprechende Infografik können zu folgenden Themen erstellt werden: „My last 12 months“, „About me and my social network“, „More about me“ und „My Twitter report“.

Ein Ausschnitt aus meinem ganz persönlichen „My last 12 months“:

getabout.me in Aktion

Aha. Lektion gelernt.
To Do für die nächsten 12 Monate: Sozialer werden. Ist notiert…

Übrigens schlau gemacht von getabout.me: Wer getabout.me bei Facebook liked bekommt Zugriff auf mehr Funktionen. Das hat nicht nur mich neugierig gemacht.

Leider ist nicht ganz alles eitel Sonnenschein, einen Wehrmutstropfen gibt es. Wie so oft im Social Web bezahlt man auch bei getabout.me mit seinen Daten. Die abgefragten Permissions für Facebook müssen zwar nicht alle gegeben werden, aber der dauerhafte Zugriff auf Daten, Meldungen im Newsstream und die persönlichen Daten sind obligatorisch. Das hätte man auch benutzerfreundlicher realisieren können. Ich schließe mich da avatter an, der die Währung „Daten“ bei Facebook und Co schon länger kritisch begleitet.

Dennoch ist das Tool einen Blick wert, besonders für Social Media- und Infografik-Addicts wie mich.

Infografik der Woche: Instagram

Die News rund um Instagram haben sich im letzten Jahr überschlagen. Rekordverkäufe der App, eine Android-Version, der Aufkauf durch Facebook… Um das Fotosharing und -Filtertool kam man nicht herum.
Online Colleges hat nun eine feine Infografik zu Instagram veröffentlicht, die ich niemandem vorenthalten möchte.

Schön auch die Rubrik „How to get the most out of your Instagram Experience“ am Ende der Infografik, ein Blick lohnt!

Instagram

Infografik: Instagram

Arbeiten mit Google+

Social Media macht nur Arbeit? Weit gefehlt, man kann das Arbeiten mit Social Media auch effizienter machen. Wie Google+ als Arbeits-Tool eingesetzt werden kann, um kollaboratives Arbeiten einfach möglich zu machen, zeigt dieser Blogpost:

Hinweise vorneweg
Generell hat das Arbeiten mit einem Sozialen Netzwerk den Vorteil, dass kein Programm und keine App installiert werden müssen. Google+ ist browserbasiert. Alles, was benötigt wird, ist also ein Internetzugang (und natürlich ein Browser…). So kann das Netzwerk beim Arbeiten recht spontan und ohne großen Aufwand eingesetzt werden.
Hinzu kommt, dass gerade Google+ ein extrem einfaches Userinterface bietet. Jeder findet sich hier schnell zurecht, insbesondere dann, wenn er bereits mit einem der bekannten Social Networks vertraut ist. Hier ist die Schwelle für User also sehr niedrig, das Netzwerk tatsächlich nicht nur bei, sondern für die Arbeit zu nutzen.

Hangouts und Chat als Kommunikationsmittel
Wie auch beispielsweise Facebook bietet Google+ die Möglichkeit zu chatten. Für kurze Rückfragen oder Besprechungen eignet sich diese Funktion hervorragend und kann einen unternehmensinternen Messenger ersetzen oder das E-Mail-Postfach entlasten.
Doch es sind die Hangouts, die das Flagschiff von Google+ und momentan auch noch ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks sind.
Google integrierte in seine Social Media Plattform die Möglichkeit, mit mehreren anderen Plussern einen Videochat zu starten und nannte diese Funktion „Hangouts“.

Promobild von Google+ zur Videochat-Funktion

Promobild von Google+ zur Videochat-Funktion

Bis zu zehn User können gleichzeitig miteinander über den Videochat miteinander sprechen, Geschäftstermine ausmachen, Brainstormen, Konzepte durchgehen oder einfach nur quatschen. Die Hangout-Funktion, wie auch der normale Chat, sind gut implementiert, leicht verständlich und machen Spaß. Anders als bei anderen Videochat-Programmen entscheidet sich ein Plusser übrigens dafür ohne eine direkte Videochatanfrage in einem virtuellen Videochat-Raum „abzuhängen“, auch im Hintergrund, bis andere sich dazugesellen.
Gestartet wird das „Abhängen“ über nach rechte Menü mit einem Klick auf „Hangout starten“.

Hangout von Google+

Mit einem Klick ab in den virtuellen Videochat-Raum

Google Docs + Hangouts
Hangouts sind nicht Google+’s einziges Tool für kollaboratives Arbeiten. Der ein oder andere hat vielleicht auch vor dem Launch des Netzwerks bereits mit Google Docs gearbeitet. Diese Funktion hat Google jetzt kürzlich auch in sein Netzwerk eingebaut und mit den Hangouts kombiniert. Die Möglichkeit im Videochat gleichzeitig und in Echtzeit mit anderen an einem Dokument zu arbeiten, bietet im Businessleben enorme Potentiale, die es auszuschöpfen gilt.

Die Funktionen im Überblick:

  • Hinzufügen eines bestehenden oder Hochladen eines neuen Dokuments
  • Aufrufen dieser Dokumente über eine Liste auf der linken Seite
  • Kollaboratives Bearbeiten der Dokumente in den Hangouts in Echtzeit
  • Wechseln der Dokumente oder Bearbeiten von mehreren Dokumenten gleichzeitig

Damit bietet Google+ vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine kostenlose Alternative zu komplexen Collaboration-Plattformen.

Gestartet wird das kollaborative Bearbeiten eines Dokuments mit einem Klick auf „Google Docs“ am oberen Bildschirmrand.

Eine Zukunft als Enterprise Tool?
Klar, Google+ ist kein perfektes Tool für die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens und für kollaboratives Arbeiten. Das ist ja auch gar nicht das erklärte Ziel von Google+. Falls die Karriere als Social Network allerdings nicht klappen sollte (was angesichts des blauen Riesen nicht unwahrscheinlich ist) bescheinige ich Google+ gerne das Potential zur Businessplattform für interne Kommunikation. Hier muss Google nur einen Weg finden, Tools wie Yammer, Salesforce oder Microsofts Pilotprojekt So.cl zu überholen. Mit Googles breiter Expertise und der Vielzahl an bereits vorhandenen Businesstools ist das aber möglich, wenn Google in diese Kerbe schlagen möchte.

Medien-Multitasking

Der Fernseher läuft, am Rechner wird auf der rechten Bildschirmseite eine Präsentation überarbeitet oder ein Blogpost verfasst und auf der linken Seite meldet Facebook, dass meinen Freunden Currywurst gefällt. Außerdem spült Tweetdeck im Minutentakt Tweets an, die einen zumindest kurzen Blick verdienen und auch bekommen. Und in Skype wird nebenher gechattet.

Multitasking

Ein Hoch auf große Bildschirme...

Eigentlich ist das ein absoluter Informationsoverkill. Eigentlich ist es unmöglich, alle eingehenden Informationen zu verarbeiten. Eigentlich ist Multitasking ja sowieso ein Mythos.

Eigentlich.

Und dennoch: Bei vielen Digital Natives, so auch bei mir, ist der ständige, schnelle Informationsfluß zur Routine geworden. Der Facebook-Newsfeed, die Twitter-Timeline, Mails, Bloglovin… All das wird mehrmals täglich oder sogar andauernd gescannt, nach wichtigen Infos, unterhaltsamen Videos, Gewinnspielen, Netzwerk-Möglichkeiten und vielem mehr.

Oberflächlich betrachtet scheint diese Art der Informationsverarbeitung effektiv zu sein und zu funktionieren. Am Ende des Tages habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil: Ich habe kommentiert, geliked, geteilt, geretweetet und gebookmarkt, gearbeitet, Serien geschaut, Mails bearbeitet und vieles mehr.

Als ich vor einiger Zeit über einen Tweet auf eine Infografik zum Thema Multitasking am Rechner aufmerksam geworden bin, war das Anlass für mich über die Art und Weise, wie ich Onlinemedien konsumiere, nachzudenken.

Ausschlaggebend waren insbesondere die folgenden beiden Sätze:

The stimulation provokes excitement… that researchers say can be addictive. In its absence, people feel bored.

Ja. Mich am Rechner nur auf eine Sache zu konzentrieren, fällt mir inzwischen recht schwer. Es langweilt mich. Mein Hirn sagt mir: Mach noch was nebenher. Das geht schon. Na los. Da ist doch noch die neue Shameless-Folge. Kannst du ja nebenher laufen lassen…
Und genau das mache ich dann auch.

Die Studie besagt weiterhin: Multitasking produziert Stress, verlangsamt das Denken, schränkt die eigene Kreativität ein und das Lösen von Problemen fällt schwerer.
Andere Studien wiesen nach, dass Multitasking die Konzentrationsfähigkeit ruiniert und dem Gedächtnis nachhaltig schadet.
Also: Nothing good about Multitasking. Wie das eben so ist, mit Dingen, die auf gewisse Art und Weise süchtig machen: Sie schaden einem.

Doch welche Konsequenzen hat das nun für mich? Bin ich tatsächlich mediensüchtig? Ist Mediensucht das neue Rauchen? (Nicht dass ich je geraucht hätte…)

Ich jedenfalls lege jetzt eine Woche der „bewussten“ Onlinezeit ein. Ich werde mich auf das, was ich gerade mache, konzentrieren. Tweetdeck schalte ich für eine Woche ab. Thunderbird schließe ich nach dem Überprüfen meiner Mails. Schließlich muss ich nicht jedes Angebot für Rolex-Uhren just in time lesen/löschen. Facebook-Aufrufe werde ich limitieren. Und die neue Folge von Shameless läuft auf voller Bildschirmgröße. Einfach so.

Deluxe, deluxer, Jeschenko-Praktikum

Noch nie sind zwei Wochen so schnell vergangen. Zuerst eine Woche in Köln, dann eine Woche in Berlin beim Deluxe-Praktikum. Und kaum habe ich realisiert, dass ich unterwegs bin, war ich auch schon wieder zu Hause. Schwupps. Vorbei die Zeit in der Jeschenko MedienAgentur.
Über die Woche in Köln habe ich ja bereits berichtet, jetzt gibt’s noch ein paar Infos zur Berliner Zeit.

Ja, auch ich habe das Brandenburger Tor fotografiert. Touri pur.

Das Programm war etwas ruhiger, gleichzeitig gab’s aber die geballte Ladung Großstadt (die Agentur liegt quasi direkt am Alex) und tiefe Einblicke in die Agentur und die tägliche Arbeit. Ich habe auf zwei Kunden mitgearbeitet und vieles mitbekommen und gelernt.
Am Spannendsten: Die Umsetzung eines Werbespots, der demnächst realisiert werden soll. Vom Equipment über das Casting und die Drehlocation bis hin zum Schnitt und zur Tongestaltung gibt es so vieles, was bedacht werden muss. Wahnsinn. So viel Aufwand für ein paar Sekunden Werbung! Hier müssen alle eng zusammenarbeiten, damit am Ende das Projekt zeit- und budgetgerecht steht.
Der kleine Einblick ins Werbefilmgeschäft war mal etwas ganz anderes. Durch meinen Fokus auf Social Media habe ich zwar mit Virals zu tun, aber Werbung ist doch nochmal eine ganz andere Liga.

Außerdem habe ich auch in Berlin einiges getextet, und für die Texte auch viel recherchiert. Jetzt bin ich ein absoluter Experte für bestimmte Themen, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich da mal was drüber weiß. Und das ist auch etwas, was die Arbeit in Agenturen so spannend macht. Projekte und Kunden verändern sich, man kann sich immer wieder in Neues einarbeiten und es bleibt spannend. Ein großer Vorteil gegenüber von Inhouse-PR, wie ich finde.

Ja, und neben der Arbeit, den Team-Meetingsund den Brainstormings war da natürlich auch noch Berlin. Sascha Lobo habe ich nicht getroffen, und auch sonst habe ich keine Berliner Stars gesehen beziehungsweise erkannt. So bewandert bin ich da ja nun auch nicht. Trotzdem war das Herumspazieren und sich-cool-fühlen auf dem Alex, nun ja, cool. Unter den Linden ist beeindruckend. Und das Deutsche Guggenheim war mein finanzieller Ruin, weil ich noch nie so einen tollen Museumsshop gesehen habe. Mehr wird aber nicht verraten, da der ein oder andere Leser hier vielleicht noch beschenkt wird…
Und ich habe einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen, der den Berliner Dom in ein ganz wunderbares, rotes Licht getaucht hat. Mit meinem billigen Lidl-Fotoapparat (Oh je. Schleichwerbung. Entschuldigung.) konnte ich das leider nicht so schön einfangen, wie es war. Dennoch hier ein Foto:

Berliner Dom

Der Berliner Dom im Abendrot. Zumindest zu zwei Dritteln.

Alles in allem war auch die Zeit in Berlin eine ganz wunderbare.
Liebes Jeschenko-Team: Danke für die zwei fantastischen Wochen, die Zeit und Mühe, die fabelhafte Betreuung und die Einblicke in die Agentur. Danke für das „Deluxe“ vor dem Praktikum. Danke für alles!
Ich komme dann in anderthalb Jahren zum Vorstellungsgespräch vorbei, wenn ich meinen Master habe… 🙂

(Hinweis: Die Berichterstattung über das Praktikum war keine an den Gewinn geknüpfte Bedingung.)

Deluxe!

Bei der coolen Facebook-Aktion der Jeschenko MedienAgentur Ende letzten Jahres konnte ich mit Hilfe meiner Freunde das Deluxe-Praktikum gewinnen. Das Rundumsorglos-Paket beinhaltet eine Woche in der Kölner und eine Woche in der Berliner Dependance mit Hotelübernachtung, verschiedenen Workshops, Sightseeing und Einblicke in alle Teams. Klingt gut, nicht? Ist aber noch viel besser! Die erste Woche des Deluxe-Praktikums ist jetzt nämlich vorbei, und es ist Zeit für einen Zwischenbericht. Die Kurzfassung: Deluxe.
Die Langfassung: Kommt jetzt.

Jeschenko MedienAgentur

Willkommen bei der Jeschenko MedienAgentur

Krisenworkshop
Am Montag ging’s los. Das wunderschöne Haus, in dem die Agentur untergebracht ist, liegt inmitten von Villen und Herrenhäusern. Es fehlte nur noch der rote Teppich, dann wäre ich nicht mehr gegangen, sondern mit jedem Recht geschritten… Bevor ich in der Agentur aber einen Arbeitsplatz bekommen sollte, ging es erst auf einen Außentermin, der den ganzen Tag dauern sollte: Ein Krisenworkshop für ein Unternehmen im Lebensmittelbereich. Nach einer Einführung durch den Geschäftsführer der Agentur, Rudolf Jeschenko, trainierte die Geschäftsleistung des Unternehmens anhand einiger fiktiver Krisenszenarien den Ernstfall. Die simulierten Interviews wurden dabei von einem Kamerateam aufgenommen und anschließend von Rudolf Jeschenko und zwei Beraterinnen analysiert. Als Studierende der Rhetorik war dieser Workshop mehr als spannend für mich. Worauf kommt es beim Umgang mit der Presse an? Was ist aus rhetorischer Sicht bezüglich Performanz, Mimik und Gestik zu beachten? Was muss inhaltlich in ein Statement, was nicht?
An dieser Stelle meinen Dank an die Jeschenko MedienAgentur und das Unternehmen dafür, dass sie mir die Teilnahme an diesem Krisenworkshop möglich gemacht haben. Das war das Sahnehäubchen auf einer sowieso schon fantastischen Kölner Torte.

Fotoproduktion

Ein anderer Höhepunkt der Woche in Köln war der Besuch beim Fotografen Klaus Fritsche im Rahmen einer Produkt-Fotoproduktion. Von der Produktpositionierung über die Dekoration und die Ausleuchtung hin zum Aufnehmen des Fotos und der digitalen Beabeitung hatte mir der Fotograf alles mit viel Geduld erklärt und mich auch selbst Hand anlegen lassen. Herausgekommen ist ein super Foto, dem man die ganze Arbeit und Inszenierung nicht ansieht – und genau das ist die große Kunst. Auch hier vielen Dank für die Zeit und den tollen Einblick in die Fotoarbeit!

Druckerei-Führung
Total spannend war auch die Führung durch die Druckerei Kopp, mit der die Jeschenko MedienAgentur meist zusammenarbeitet. Nach 13 Jahren Schulausbildung und einem abgeschlossenen Bachelor weiß ich jetzt die Arbeit hinter den ganzen Druckerzeugnissen, die ich während meines Lebens bereits in den Händen gehalten habe, zu schätzen. Während der extra für mich organisierten Führung wurde mir erklärt, was ein gutes Druckwerk ausmacht, wie die Daten aussehen müssen, die geliefert werden, und was in der Druckerei selbst passiert. Das alles war unheimlich informativ und sehr interessant. Einen solchen Blick hinter die Kulissen bekommt man wahrlich nicht alles Tage… Danke für die viele Zeit und den Deluxe-Einblick.

Und sonst so?
Man mag es nicht glauben, aber es hat noch mehr Programm in diese aufregende Woche gepasst. Ich habe Produktbeschreibungen getextet, den Kölner Dom bestiegen, Verteiler erstellt, eine Stadtrundfahrt gemacht, Pressemitteilungen geschrieben, jede Menge karnevalsverrückter Jecken gesehen und die einzelnen Teams kennengelernt. Und das war erst die Hälfte! Morgen früh geht mein Zug nach Berlin und es kommt eine weitere Woche voller neuer Menschen und Projekte auf mich zu. Danach gibt’s den zweiten Bericht von mir. Ich bin zwar noch nicht in Berlin, sag es aber dennoch mal in der bekannten Berliner Schnauze: Mensch, ick freu‘ mir.

(Hinweis: Die Berichterstattung über das Praktikum war keine an den Gewinn geknüpfte Bedingung.)

Dieser Tweet ist in Ihrem Land nicht verfügbar

Zensur bei Twitter: "Dieser Tweet ist in Ihrem Land leider nicht verfügbar"

Zensur bei Twitter

Twitter veröffentlichte gestern den Blogpost “Tweets still must flow”. Klingt gut. Klingt nach Dynamik, klingt nach Meinungsfreiheit, klingt nach Unterstützung. Weit gefehlt.
Hinter diesem Titel verbirgt sich die Ankündigung einer länderspezifische Zensur von Tweets.
Ab jetzt wird Twitter unter dem Deckmantel der Gesetzeswahrung der einzelnen Länder bestimmte Tweets blockieren. Twitter schreibt:

As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there.
[…]
Starting today, we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country.*

Dass hier nicht nur beispielsweise die im Blogpost genannten nationalsozialistischen Beiträge in Deutschland und Frankreich darunterfallen, sondern auch Ländern wie China oder den arabischen Länder Tür und Tor für Zensuren bei Twitter geöffnet werden, dürfte jedem aufmerksamen Leser klar sein.

Welcher Diktator oder welche Regierung auch immer in Zukunft also kritische Beiträge auf Twitter oder Debatten zu Menschenrechten oder Friedensnobelpreisträgern unterbinden will, kann mit einfachen Zensurgesetzen auch Tweets blockieren.
Und das alles, weil Twitter sich den chinesischen Markt sichern will.
Bedenklich!

(*Vor einem Jahr klang das noch anders. Da versicherte Twitter, dass das Recht des Menschen auf freie Meinungsäußerung bei Twitter gewahrt wird, solange es sich nicht um Gewaltandrohung, Datenschutzverletzungen oder Betrug handelt. Auch hier ist die Rede davon, dass Twitter nicht für ungesetzliche Zwecke genutzt werden darf, allerdings fehlt hier der Bezug auf die länderspezifische Zensurinfrastruktur, die die Willkür des jeweils Machthabenden stützt.)

Nachtrag: Die Zensur lässt sich wohl einfach umgehen, in dem betroffene User manuell in ihren Einstellungen ein anderes Land (mit anderen Gesetzen) als Heimatland auswählen.

Die Geschichte eines Liedes…

Vor ein paar Wochen posteten viele meiner Facebookfreunde plötzlich einen Song bei Facebook, auch solche, die sonst nie Musik posten.
Eine Beobachtung, die zum Beispiel auch Lukas Heinser gemacht hat. Auch an mir ging das Ganze anfangs vorbei, aber nach dem gefühlt 100. Posts zum Video kam auch ich nicht umhin mal in „Somebody that I used to know“ von Gotye reinzuhören.
So weit, so gut, ein mehr oder weniger solide gemachtes Lied wird also viral und veranstaltet einen Siegeszug durchs Netz.
Hier das Video:

Gotye- Somebody That I Used To Know (feat. Kimbra)- official film clip from Gotye on Vimeo.

Erstaunlicherweise schaffte es das Cover dieses Songs von „Walk off the Earth“, noch viraler zu werden. Wobei: Nicht seltsamerweise. Sondern gut gemacht! Die Fünf-Musiker-an-einer-Gitarre-Version ist schön und die Band hat das schlau angestellt.
Hier das Video:

Der geneigte Leser wird es nun schon ahnen: Ein Cover dieses Covers liegt nahe. Warum auch nicht? Es gibt noch Luft nach oben, was Viralität angeht.
Hier die Parodie des Covers von Joko und Klaas:

Und nur der Vollständigkeit halber hier noch die Parodie des Original-Werks (über die ich aber nur so mittel lachen konnte…):

Nachtrag vom 12.07.2012: