Getabout.me!

Infografiken gehören inzwischen zur Social-Media-Landschaft wie das Salz in die Suppe.
Umso schöner, wenn man sich selbst zum Inhalt von solchen Infografiken machen kann. Das Tool getabout.me macht genau das.
Reports als interaktive und grafisch ansprechende Infografik können zu folgenden Themen erstellt werden: „My last 12 months“, „About me and my social network“, „More about me“ und „My Twitter report“.

Ein Ausschnitt aus meinem ganz persönlichen „My last 12 months“:

getabout.me in Aktion

Aha. Lektion gelernt.
To Do für die nächsten 12 Monate: Sozialer werden. Ist notiert…

Übrigens schlau gemacht von getabout.me: Wer getabout.me bei Facebook liked bekommt Zugriff auf mehr Funktionen. Das hat nicht nur mich neugierig gemacht.

Leider ist nicht ganz alles eitel Sonnenschein, einen Wehrmutstropfen gibt es. Wie so oft im Social Web bezahlt man auch bei getabout.me mit seinen Daten. Die abgefragten Permissions für Facebook müssen zwar nicht alle gegeben werden, aber der dauerhafte Zugriff auf Daten, Meldungen im Newsstream und die persönlichen Daten sind obligatorisch. Das hätte man auch benutzerfreundlicher realisieren können. Ich schließe mich da avatter an, der die Währung „Daten“ bei Facebook und Co schon länger kritisch begleitet.

Dennoch ist das Tool einen Blick wert, besonders für Social Media- und Infografik-Addicts wie mich.

Arbeiten mit Google+

Social Media macht nur Arbeit? Weit gefehlt, man kann das Arbeiten mit Social Media auch effizienter machen. Wie Google+ als Arbeits-Tool eingesetzt werden kann, um kollaboratives Arbeiten einfach möglich zu machen, zeigt dieser Blogpost:

Hinweise vorneweg
Generell hat das Arbeiten mit einem Sozialen Netzwerk den Vorteil, dass kein Programm und keine App installiert werden müssen. Google+ ist browserbasiert. Alles, was benötigt wird, ist also ein Internetzugang (und natürlich ein Browser…). So kann das Netzwerk beim Arbeiten recht spontan und ohne großen Aufwand eingesetzt werden.
Hinzu kommt, dass gerade Google+ ein extrem einfaches Userinterface bietet. Jeder findet sich hier schnell zurecht, insbesondere dann, wenn er bereits mit einem der bekannten Social Networks vertraut ist. Hier ist die Schwelle für User also sehr niedrig, das Netzwerk tatsächlich nicht nur bei, sondern für die Arbeit zu nutzen.

Hangouts und Chat als Kommunikationsmittel
Wie auch beispielsweise Facebook bietet Google+ die Möglichkeit zu chatten. Für kurze Rückfragen oder Besprechungen eignet sich diese Funktion hervorragend und kann einen unternehmensinternen Messenger ersetzen oder das E-Mail-Postfach entlasten.
Doch es sind die Hangouts, die das Flagschiff von Google+ und momentan auch noch ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Netzwerks sind.
Google integrierte in seine Social Media Plattform die Möglichkeit, mit mehreren anderen Plussern einen Videochat zu starten und nannte diese Funktion „Hangouts“.

Promobild von Google+ zur Videochat-Funktion

Promobild von Google+ zur Videochat-Funktion

Bis zu zehn User können gleichzeitig miteinander über den Videochat miteinander sprechen, Geschäftstermine ausmachen, Brainstormen, Konzepte durchgehen oder einfach nur quatschen. Die Hangout-Funktion, wie auch der normale Chat, sind gut implementiert, leicht verständlich und machen Spaß. Anders als bei anderen Videochat-Programmen entscheidet sich ein Plusser übrigens dafür ohne eine direkte Videochatanfrage in einem virtuellen Videochat-Raum „abzuhängen“, auch im Hintergrund, bis andere sich dazugesellen.
Gestartet wird das „Abhängen“ über nach rechte Menü mit einem Klick auf „Hangout starten“.

Hangout von Google+

Mit einem Klick ab in den virtuellen Videochat-Raum

Google Docs + Hangouts
Hangouts sind nicht Google+’s einziges Tool für kollaboratives Arbeiten. Der ein oder andere hat vielleicht auch vor dem Launch des Netzwerks bereits mit Google Docs gearbeitet. Diese Funktion hat Google jetzt kürzlich auch in sein Netzwerk eingebaut und mit den Hangouts kombiniert. Die Möglichkeit im Videochat gleichzeitig und in Echtzeit mit anderen an einem Dokument zu arbeiten, bietet im Businessleben enorme Potentiale, die es auszuschöpfen gilt.

Die Funktionen im Überblick:

  • Hinzufügen eines bestehenden oder Hochladen eines neuen Dokuments
  • Aufrufen dieser Dokumente über eine Liste auf der linken Seite
  • Kollaboratives Bearbeiten der Dokumente in den Hangouts in Echtzeit
  • Wechseln der Dokumente oder Bearbeiten von mehreren Dokumenten gleichzeitig

Damit bietet Google+ vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine kostenlose Alternative zu komplexen Collaboration-Plattformen.

Gestartet wird das kollaborative Bearbeiten eines Dokuments mit einem Klick auf „Google Docs“ am oberen Bildschirmrand.

Eine Zukunft als Enterprise Tool?
Klar, Google+ ist kein perfektes Tool für die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens und für kollaboratives Arbeiten. Das ist ja auch gar nicht das erklärte Ziel von Google+. Falls die Karriere als Social Network allerdings nicht klappen sollte (was angesichts des blauen Riesen nicht unwahrscheinlich ist) bescheinige ich Google+ gerne das Potential zur Businessplattform für interne Kommunikation. Hier muss Google nur einen Weg finden, Tools wie Yammer, Salesforce oder Microsofts Pilotprojekt So.cl zu überholen. Mit Googles breiter Expertise und der Vielzahl an bereits vorhandenen Businesstools ist das aber möglich, wenn Google in diese Kerbe schlagen möchte.

Medien-Multitasking

Der Fernseher läuft, am Rechner wird auf der rechten Bildschirmseite eine Präsentation überarbeitet oder ein Blogpost verfasst und auf der linken Seite meldet Facebook, dass meinen Freunden Currywurst gefällt. Außerdem spült Tweetdeck im Minutentakt Tweets an, die einen zumindest kurzen Blick verdienen und auch bekommen. Und in Skype wird nebenher gechattet.

Multitasking

Ein Hoch auf große Bildschirme...

Eigentlich ist das ein absoluter Informationsoverkill. Eigentlich ist es unmöglich, alle eingehenden Informationen zu verarbeiten. Eigentlich ist Multitasking ja sowieso ein Mythos.

Eigentlich.

Und dennoch: Bei vielen Digital Natives, so auch bei mir, ist der ständige, schnelle Informationsfluß zur Routine geworden. Der Facebook-Newsfeed, die Twitter-Timeline, Mails, Bloglovin… All das wird mehrmals täglich oder sogar andauernd gescannt, nach wichtigen Infos, unterhaltsamen Videos, Gewinnspielen, Netzwerk-Möglichkeiten und vielem mehr.

Oberflächlich betrachtet scheint diese Art der Informationsverarbeitung effektiv zu sein und zu funktionieren. Am Ende des Tages habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil: Ich habe kommentiert, geliked, geteilt, geretweetet und gebookmarkt, gearbeitet, Serien geschaut, Mails bearbeitet und vieles mehr.

Als ich vor einiger Zeit über einen Tweet auf eine Infografik zum Thema Multitasking am Rechner aufmerksam geworden bin, war das Anlass für mich über die Art und Weise, wie ich Onlinemedien konsumiere, nachzudenken.

Ausschlaggebend waren insbesondere die folgenden beiden Sätze:

The stimulation provokes excitement… that researchers say can be addictive. In its absence, people feel bored.

Ja. Mich am Rechner nur auf eine Sache zu konzentrieren, fällt mir inzwischen recht schwer. Es langweilt mich. Mein Hirn sagt mir: Mach noch was nebenher. Das geht schon. Na los. Da ist doch noch die neue Shameless-Folge. Kannst du ja nebenher laufen lassen…
Und genau das mache ich dann auch.

Die Studie besagt weiterhin: Multitasking produziert Stress, verlangsamt das Denken, schränkt die eigene Kreativität ein und das Lösen von Problemen fällt schwerer.
Andere Studien wiesen nach, dass Multitasking die Konzentrationsfähigkeit ruiniert und dem Gedächtnis nachhaltig schadet.
Also: Nothing good about Multitasking. Wie das eben so ist, mit Dingen, die auf gewisse Art und Weise süchtig machen: Sie schaden einem.

Doch welche Konsequenzen hat das nun für mich? Bin ich tatsächlich mediensüchtig? Ist Mediensucht das neue Rauchen? (Nicht dass ich je geraucht hätte…)

Ich jedenfalls lege jetzt eine Woche der „bewussten“ Onlinezeit ein. Ich werde mich auf das, was ich gerade mache, konzentrieren. Tweetdeck schalte ich für eine Woche ab. Thunderbird schließe ich nach dem Überprüfen meiner Mails. Schließlich muss ich nicht jedes Angebot für Rolex-Uhren just in time lesen/löschen. Facebook-Aufrufe werde ich limitieren. Und die neue Folge von Shameless läuft auf voller Bildschirmgröße. Einfach so.